Angestossen mit...

Judith Weber trifft Weinliebhaber aus Zug und aller Welt.



... Charles de Bournet Marnier Lapostolle

9. Oktober 2015

Charles de Bournet Marnier Lapostolle mit Judith Weber und Angelica Weber
Charles de Bournet Marnier Lapostolle, CEO von Lapostolle und Perigee Spirits mit Judith Weber (Mitte) und Angelica Weber

Charles, dein Ururururgrossvater war der Gründer des Cognac-Hauses Marnier, du bist damit die 7. Generation. Ist das nicht ein schweres Erbe?

Ja und nein. Es ist für mich vor allem eine Ehre so viele Generationen voller Leidenschaft repräsentieren zu dürfen und das Beste zu geben, um diese Passion für Spirituosen und Wein weiterzuführen.

Was macht die Lapostolle-Weine einzigartig?

Als meine Eltern Lapostolle gründeten, hatten sie von Anfang an eine klare Vision, nämlich das Beste zu tun, was sie konnten und die besten Möglichkeiten auszuschöpfen. Dies gelang ihnen, indem sie sich für Chile entschieden, für Apalta und für Michel Rolland - einen der weltweit besten Önologen. Bei der Qualität gehen wir keine Kompromisse ein. Das schätzen unsere Kunden und sie können sicher sein, dass sie immer das Beste erhalten, Jahr für Jahr.

Lapostolle macht Wein im französischen Stil. Wie zeigt sich das?

Die Weine spiegeln die Frucht und die Kraft des chilenischen Terroirs wider. Auf ein und demselben Boden können jedoch ganz verschiedene Weine entstehen, je nach dem, was der Mensch daraus macht. Wir vereinen diese Boden- und Klima-gegebenen Eigenschaften mit französischer Eleganz und Ausgewogenheit. Das macht den Unterschied zu anderen Weinen der südlichen Hemisphäre.

Welchen Wein ziehst du vor: einen Sauvignon Blanc aus dem Val de Loire oder dem Casablanca Valley?

Das kommt immer auf den Anlass an, je nachdem, ob ich mit einer jungen, netten Dame diniere, die ich beeindrucken möchte oder ob ich alleine oder mit Freunden ein Glas trinke, ob ich für den Wein zahle oder die anderen... Spass beiseite, ich kann dir beim besten Willen nicht sagen, welchen ich bevorzuge. Der Wein muss zu Ort und Essen passen.

In den Bergen bei einem Fondue?

Oh, komm schon! Natürlich einen Heida oder Chasselas. Wenn es ein Sauvignon Blanc sein soll, dann auf jeden Fall unser Cuvée Alexandre.

Du machst nebst Wein auch deinen eigenen Pisco. Glaubst du, dass Pisco auch in Europa salonfähig wird?

Ja, nicht nur in Europa, sondern weltweit. Als wir das Projekt starteten, hätten wir nicht gedacht, dass wir damit einen solchen Erfolg haben werden. Nicht nur in den USA, auch in Europa. Hier in Europa orientiert man sich an lokalen und regionalen Produkten wie Kirsch, Poire, Absinthe usw. Wir Europäer lieben guten Geschmack. Das ist auch der Grund, warum Gin vor allem in Europa getrunken wird. Ausserhalb der Alten Welt ist das anders. Da wird am meisten Vodka getrunken, weil Vodka keinen Geschmack hat. Die Leute trinken aber nicht Vodka, weil Sie Vodka mögen, sondern weil sie Gin nicht mögen. Pisco ist speziell, denn er bringt die geschmackliche Komplexität eines Gins und die Qualität eines Cognacs mit, ist aber nicht so anspruchsvoll wie Gin oder Cognac. Dadurch werden auch Vodka-Trinker angesprochen. Und übrigens, Pisco passt perfekt zu Fondue, zum Kaffee oder für die Kirschtorte (lacht).
 
>> Weine von Lapostolle
>> www.lapostolle.com