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... Felix Haag

14. Juli 2016

felix haag
Felix Haag, Geschäftsführer von drinks to enjoy GmbH und easyBar.ch und Master of Bartending (IBA), Wine & Spirits

Felix, als Jungunternehmer und Profi-Bartender kommst du viel herum und kennst die angesagtesten Cocktails rund um den Globus. Wofür steht die Schweizer Cocktail-Kultur?

Angesagt – anspruchsvoll – herausfordernd. Ich denke, diese drei Begriffe beschreiben die Schweizer Cocktail-Kultur aktuell ganz treffend. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an tollen und kreativen Cocktailbars in der Schweiz, weit mehr als noch vor einigen Jahren. Sie erfreuen sich grosser Beliebtheit und sind oft eine gute Alternative zum Clubbesuch am Wochenende, da einfach gemütlicher und interaktiver. Mit dem steigenden Interesse sind auch die Ansprüche der Kundschaft gewachsen und damit die Herausforderung für die Barbetreiber und deren Mitarbeiter. Es gilt, die Gäste bei Laune zu halten und ständig mit Neuem zu überraschen.

Gin ist seit einiger Zeit in aller Munde. Was kommt als nächstes?

Interessante Frage. Ich glaube, dass das Potenzial und die Nachfrage nach Gin noch nicht erschöpft sind. Es kommen nach wie vor neue Gin-Produkte mit spannenden Geschmacksbildern auf den Markt, die das Thema immer wieder attraktiv machen. Von mir aus könnte noch eine gelagerte Spirituose, wie z.B. Rum, etwas präsenter sein, auch, weil sie sich ausgezeichnet zum Mixen eignet und sich elegant mit anderen Zutaten kombinieren lässt. Letztlich werden die Trends massgeblich von den Big Playern und deren Aktivitäten am Markt sowie deren Fokus auf ein bestimmtes Produkt mitbestimmt.

Gibt es den typischen Männer- oder typischen Frauen-Drink?

Sicher gibt es Eigenschaften bei Drinks, die eher eine männliche oder eine weibliche Zielgruppe ansprechen. Grundsätzlich würde man einen kräftigen und vielschichtigen Drink mit hohem Alkoholgehalt, wie einem Negroni oder Old Fashioned, eher dem Mann zusprechen und vielleicht einen fruchtigen und erfrischenden Drink mit weniger Volumenprozent der Frau. Meine persönliche Erfahrung zeigt aber, dass sich immer mehr Frauen auch an neue und komplexere Drinkkreationen wagen und diese für sich entdecken. Ein gutes Beispiel ist unser gemeinsam zubereiteter Cocktail „El Burro De Los Muertes“ mit Mezcal Meteoro, Passionsfrucht und Ginger Beer. Die kräftigen und rauchigen Noten des Mezcals sind charmant verpackt und kamen bei unserem Workshop bei den Frauen sehr gut an.

Dein Sommerdrink 2016?

„Den“ Sommerdrink gibt es für mich persönlich so nicht, da meine Wahl für einen Drink sehr spontan und situativ fällt. Das kann von einem Klassiker wie Negroni bis zu einem erfrischenden Spritz mit Rhabarberlikör von Giffard reichen. Sicher sind Drinks wie ein Moscow Mule und Kreationen mit Gin diesen Sommer hoch im Trend.

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