Angestossen mit...

Judith Weber trifft Weinliebhaber aus Zug und aller Welt.



... Leo Hillinger

19. Mai 2017

Leo Hillinger mit Judith Weber Weber-Vonesch Wein Zug
Leo Hillinger, Weinbauer, Visionär, Geschäftsmann

Leo, dein Weinsortiment ist mittlerweile richtig gross. Würdest du jeden deiner Weine blind erkennen?

Nein, ganz sicher nicht, das schaffe ich nicht. Ich kann zwar die Richtung erkennen, aber blind alle genau zuzuordnen, ist unmöglich. Ich schätze, dass ich ca. 95% meiner Weine erkenne.

Welcher ist denn der Marcel Hirscher unter deinen Weinen?

Das kann ein Weisser oder ein Roter sein, das ist stimmungsabhängig. Wenn ich auf meiner Terrasse sitze, dann möchte ich am liebsten einen Sauvignon Blanc trinken, etwas Leichtes, Frisches, Fruchtiges. Bei den Roten mache ich mir oft einen HILL 2 auf, weil der sensationell fruchtig und einfach grandios ist. Ich mag aber auch den HILLside, den kann man immer trinken, das ist komplett wuascht. Ebenso den HILL 1, bei dem ich fast zu beten beginne und denke „wow!“ Und bei einem besonderen Anlass kaufe ich mir sogar im Restaurant einen ICON HILL, zum Beispiel zu Weihnachten oder Silvester, und lege halt ein paar Hundert Euro drauf, sch…egal.

Du hast beruflich schon unglaublich viel erreicht. Gibt es da überhaupt noch eine Steigerung oder etwas, das du unbedingt noch machen möchtest?

Ja, ich bin gerade dabei ein Buch über mein Leben zu schreiben, das im November erscheint. Und ich mache eine Fernsehshow „Österreichs nächster Top-Winzer“. Die Idee war schon seit sechs Jahren in meinem Kopf, jetzt haben wir die ersten zwei Folgen gedreht. Die Show läuft ebenfalls im November an.

Hast du in Österreich ein Wein- oder Winzervorbild?

Nein.

Was hälst du von Schweizer Wein?

Es gibt sehr viele gute Schweizer Weine. Ich kenne natürlich den Dani Gantenbein und seine hervorragenden Weine. Aber es gibt auch sehr gute Tessiner und wunderschöne Weine aus dem Bündnerland. Ich freue mich, dass die Schweiz mit ihren Weinen sauguat wordn is. Früher waren alle biologisch-Säure-abgebaut und schwierig zu trinken, aber jetzt nicht mehr.

Die Flasche des ICON HILL wurde von Zaha Hadid entworfen. Wie kam es zu dieser Idee?

Ich war in New York, auf Long Island, und hatte ein Architekturbuch in der Hand. Und da war ein Haus von Zaha Hadid drin und ich dachte mir, dass ich irgendwann einmal, wenn ich das Geld und die richtige Location habe, so ein Haus bauen möchte. Plötzlich war es soweit und ich habe versucht sie kontaktieren, es aber nicht geschafft. Schliesslich habe ich zufällig den Mann kennengelernt, der mit ihr zusammen die Schanze in Innsbruck gebaut hat. Er konnte mir den Kontakt zu Zaha Hadid vermitteln. Ich war sicher zehn Mal in London und habe sie getroffen. Es war sensationell!

Wie wäre es denn mit einer Flasche von Herzog & de Meuron?

Das wäre sicher eine Idee, aber man muss aufpassen, dass man nicht jedes Jahr etwas anderes macht. Eine Architekturgeschichte reicht vorerst. Ausserdem habe ich im Moment gar keinen Wein mehr, der so einzigartig ist wie der ICON HILL. Sowas mache ich nur in besonderen Jahrgängen.

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