Angestossen mit...

Judith Weber trifft Weinliebhaber aus Zug und aller Welt.



... Leo Hillinger

19. Mai 2017

Leo Hillinger, Weinbauer, Visionär, Geschäftsmann

Leo, dein Weinsortiment ist mittlerweile richtig gross. Würdest du jeden deiner Weine blind erkennen?

Nein, ganz sicher nicht, das schaffe ich nicht. Ich kann zwar die Richtung erkennen, aber blind alle genau zuzuordnen, ist unmöglich. Ich schätze, dass ich ca. 95% meiner Weine erkenne.

Welcher ist denn der Marcel Hirscher unter deinen Weinen?

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... Clovis Taittinger

5. Mai 2017

Clovis Taittinger, Directeur Général Adjoint und Directeur Export bei Champagne Taittinger

Clovis, wie ist es Teil eines so bekannten Familienunternehmens wie Taittinger zu sein?

In erster Linie ist es eine Ehre und ein grosses Glück. Gleichzeitig bin mir aber auch der Verantwortung und Verpflichtung gegenüber dieses Erbes bewusst.

Was ist dein Plan für das Champagnerhaus?

Mein Ziel ist es die Ausstrahlung der Marke, die Geschichte unseres Hauses und alles, wofür Taittinger steht, zu stärken und weiterzuentwickeln, damit wir auch in der modernen Welt und dem rasanten Wandel bestehen können. Das ist eine stetige Herausforderung. Wir dürfen keine Angst vor...

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... Thomas Webb

15. März 2017

Thomas Webb, Commercial Manager von Thelema Mountain Vineyards

Thomas, wofür steht der Name Thelema?

Thelema ist altgriechisch und bedeutet „göttlicher Wille“. Der französische Schriftsteller Rabelais verwendet das Wort später in einem seiner literarischen Werke mit dem Titel „The Abbey of Thelema“. Das Motto dieser Abbey lautet „Do What Thou Wilt“, also „Mach, was du willst“. Es sollte aber nicht dazu aufrufen, dass jeder einfach machen soll, worauf er gerade so Lust hat. Es war vielmehr eine Reflexion über die Gegebenheiten in Europa während des 16. Jahrhunderts, als Kirche und Staat vorschrieben, was man zu tun hatte und die Menschen diesem Gebot folgten. Rabelais aber war der Überzeugung, dass...

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... Tommaso Canella

26. November 2016

Tommaso Canella, Canella Spross der 3. Generation und Brand Ambassador von Bellini

Tommaso, euer Prosecco hat einen Jahrgang. Ist das nicht unüblich?

Das kommt daher, dass wir einen Prosecco DOCG herstellen. Die DOCG-Zone des Prosecco Superiore di Conegliano Valdobbiadene ist sehr klein. Unsere Idee ist es, nebst der eigentümlichen Qualität und Charakteristik des Gebiets auch die Einmaligkeit der Zeit, das heisst des jeweiligen Jahrgangs, festzuhalten. Viele Unternehmen machen mit ihren schlechteren Jahrgängen Verschnittweine, um die mangelnde Qualität zu kaschieren. Mit unserem Jahrgangs-Prosecco möchten wir zeigen, dass wir nichts zu verbergen haben und unsere DOCG Weine jedes Jahr von hervorragender Qualität sind.

Habt ihr nie Qualitätsprobleme, wenn ein Jahr zu kühl oder zu heiss ist?

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... Christine Endrici

25. November 2016

Christine Endrici, Miteigentümerin von Endrizzi und Serpaia und Leiterin PR und Marketing (links)

Christine, wie bist du als Architektin zum Weinbau gekommen?

Es ist ja immer das alte Lied! Es war die Liebe, die mich meinen Lebensplan kurzfristig über den Haufen werfen liess. Doch trotz Planänderung habe ich auch im Weinbau mein Einsatzgebiet gefunden. So kümmere ich mich um alles Kreative im Betrieb, also alles, was Etiketten, Kataloge, Empfänge in der Kellerei usw. und neue Ideen betrifft. Mein Mann lässt mir da freie Hand, auch wenn meine Ideenvielfalt für ihn manchmal anstrengend ist.

Gibt es Parallelen zwischen Weinbau und Architektur?

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... Felix Haag

14. Juli 2016

Felix Haag, Geschäftsführer von drinks to enjoy GmbH und easyBar.ch und Master of Bartending (IBA), Wine & Spirits

Felix, als Jungunternehmer und Profi-Bartender kommst du viel herum und kennst die angesagtesten Cocktails rund um den Globus. Wofür steht die Schweizer Cocktail-Kultur?

Angesagt – anspruchsvoll – herausfordernd. Ich denke, diese drei Begriffe beschreiben die Schweizer Cocktail-Kultur aktuell ganz treffend. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an tollen und kreativen Cocktailbars in der Schweiz, weit mehr als noch vor einigen Jahren. Sie erfreuen sich grosser Beliebtheit und sind oft eine gute Alternative zum Clubbesuch am Wochenende, da einfach gemütlicher und interaktiver. Mit dem steigenden Interesse sind auch die Ansprüche der Kundschaft gewachsen und damit...

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... Davis Weszeli

4. November 2015

Davis Weszeli, Winzer des Weinguts Weszeli

Davis, als du im Jahr 2011 das traditionsreiche Weingut „Summerer“ übernommen hast, hast du es auf „Weszeli“ umbenannt. Was hast du nebst dem Namen seither alles geändert?

Von Beginn an war es mir wichtig, den Weinen die Zeit zu gönnen, die sie für eine perfekte Entwicklung brauchen. So hat es sich ergeben, dass ich meine Terroir Weine erst nach 2 Jahren trinkreif in den Verkauf bringe. Das ist in unserer Weinregion im Weissweinbereich ein absolutes Novum, auf das ich sehr stolz bin. Einige meiner Terroir Weine reifen im grossen gebrauchten Eichenholzfass. So auch der Grüne Veltliner Käferberg, der sehr davon profitiert und ein ungemein spannender Wein ist...

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... Charles de Bournet Marnier Lapostolle

9. Oktober 2015

Charles de Bournet Marnier Lapostolle, CEO von Lapostolle und Perigee Spirits mit Judith Weber (Mitte) und Angelica Weber

Charles, dein Ururururgrossvater war der Gründer des Cognac-Hauses Marnier, du bist damit die 7. Generation. Ist das nicht ein schweres Erbe?

Ja und nein. Es ist für mich vor allem eine Ehre so viele Generationen voller Leidenschaft repräsentieren zu dürfen und das Beste zu geben, um diese Passion für Spirituosen und Wein weiterzuführen.

Was macht die Lapostolle-Weine einzigartig?

Als meine Eltern Lapostolle gründeten, hatten sie von Anfang an eine klare Vision, nämlich das Beste zu tun, was sie konnten und die besten Möglichkeiten auszuschöpfen. Dies gelang ihnen, indem sie...

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... Isabel Alabern

9. Juli 2015

Isabel Alabern, Leiterin des Familien-Weinguts Son Puig auf Mallorca (rechts)

Isabel, ihr baut die Rebsorten Callet und Prensal blanc an, Mantonegro jedoch nicht. Wieso?

Das ist ganz einfach: erstens gefällt mir Callet besser und zweitens ist diese Rebsorte optimal an unseren Boden und das Klima angepasst.

Hat Mantonegro denn kein Potential für eure Weine?

Das heisst nicht, dass Mantonegro kein Potential hat. Mantonegro hat eine tiefere Farbe und einen höheren Alkoholgehalt als Callet. Das bevorzugen viele Weintrinker. Beide Rebsorten eignen sich sehr gut für Verschnittweine. Doch aufgrund der Alkoholstärke steigt Mantonegro auch sehr schnell in den Kopf...

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... Mike Rudolph

5. Mai 2015

Mike Rudolph, Winzer von Tenuta San Giorgio

Mike, der Tessiner Weinbau hat in den letzten 30 Jahren eine Renaissance erlebt. Was ist passiert?

Diese Renaissance verdanken wir Pionieren wie Zündel, Huber, Stucky oder Klausener. Sie haben den Weinbau im Tessin revolutioniert, vom Massenwein hin zu Qualität. Das ging natürlich nicht einfach so von heute auf morgen, sondern bedeutete viel Arbeit und hat beinahe eine Generation gebraucht. Mittlerweile haben auch viele junge Tessiner Winzer umgestellt.

Du hast dein Handwerk unter anderem bei Daniel Huber gelernt. Was hat dich geprägt?

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